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Herzensgut


Es war ein warmer Sommerabend. Die Sonne stand noch hoch am Himmel.
Ein junger Mann begab sich zum Strand um schwimmen zu gehen.
Es war deutlich zu sehn wie er das k?hle Nass genoss und seine Bahnen schwamm.
Entspannt von der ruhigen Briese die ?bers Meer kam, merkte er nicht wie er einem anderen Schwimmer immer n?her kam. Kurz darauf stie? er mit jemandem zusammen. Noch sehr verdutzt und ?berrascht entschuldigte er sich, wobei ihm kaum ausgesprochen die Luft weg blieb.
Vor sich sah er, die wohl sch?nste Frau die er sich vorstellen konnte.
Sie l?chelte ihn an und ihm blieb fast das Herz stehen.
Bevor er sich wieder fing und ein Gespr?ch beginnen konnte, sagte diese blonde Frau in einem warmen freundlichem Ton: ?Das macht doch nichts, auf wiedersehen.? Und schwamm fort.
Noch immer nicht ganz klar bei Verstand sah er Ihr hinterher. Er sah wie sie abtauchte und konnte nichts anderes tun als ihr hinterher zu schwimmen und Selbst zu tauchen.
Wehrend er Ihr hinterher tauchte wurde ihm nicht bewusst, dass sie keine Beine, sondern eine lange Flosse hatte. Es war f?r ihn wie selbstverst?ndlich.
Nicht lange nach Beginn seiner Verfolgung der Sch?nen schwamm er durch einen seltsam sprudelnden Sog, der gleich nach Ber?hrung verschwand. In einem letzten goldenen Aufsteigen der Luftblasen dieses Soges lag ein merkw?rdiges Gef?hl das ihn ergriff. Ein kalter Schauer fuhr ihm trotz des warmen Wassers durch Mark und Bein.
Das sch?ne Gesch?pf welchem er folgte hielt inne, drehte sich um und war sich erst jetzt Ihres Verfolgers bewusst. Aufgeregt fast panisch schwamm Sie zu ihm und faselte wie in Trance von Gold und Ende Ihrer Kr?fte, bis sie wie vor Ersch?pfung einschlief.
Der junge Mann nahm Sie in den Arm und schwamm mit Ihr an die Oberfl?che um selbst nach Luft zu schnappen. Sie kam nicht zu sich und so entschloss er sich diese junge Dame mit zu sich nach Haus zu nehmen um sie dort gesund zu pflegen. Wohl in dem Wissen dass er nicht im geringsten ahnte was grade vorgefallen war, hielt er dies dennoch f?r eine gute Idee.
Bei sich zu Hause angekommen, legte er Sie mit Decke und Kissen in seine Badewanne. Vernarrt in ihr liebliches Gesicht kniete er vor Ihr, streichelte Ihr sanft ?ber die Wange und l?chelte.
Das Gesch?pf, welches er durch blo?es ansehen liebgewonnen hatte, wachte kurz aus seinem Schlaf auf, war aber fast zu ersch?pft um zu sprechen. Und so hauchte Sie ihm ein paar Worte zu. ? Du hast mein Gold ... , wenn ich es nicht zur?ck bekomme ... ich sterben. ? Noch im Aussprechen dieser Worte konnte der junge Mann mit Ansehen wie die Farbe aus Ihrem Gesicht wich. Doch nicht nur aus Ihrem Gesicht, Ihrem ganzer K?rper und sogar Ihrer Kleidung entwich die Farbe als w?rde sie abgesaugt. Mit beenden Ihres Satzes, bei dem nicht alles zu verstehen war, lag sie von Kopf bis Fu? in schwarz-wei?en T?nen dar.

Ehe diese Situation je h?tte begriffen werden k?nnen, kamen eine Hand voll Fremder in des Mannes Bad. Erschreckt fuhr er hoch und stellte sich sch?tzend vor seine neue Bekanntschaft. Instinktiv wissend, dass diese Gestallten nur wegen Ihr hier aufgetaucht sein mussten, lief ihm der Schwei? aus allen Poren.


Diese Neuank?mmlinge sahen sich alle nicht ?hnlich und doch war ihnen ihre Verwandtschaft anzusehen. Einige erinnerten ihn fast an B?ume, andere sahen wie Mischungen aus Mensch und Tier aus und eine dieser Gestalten sah f?r ihn wie eine alte Frau mit langen Haaren aus. In ihre Haare schien sie Algen oder ?hnliches eingeflochten zu haben. Nach einem Raunen in der menge und der Frage des Mannes wie all Diese in sein Haus gekommen sind, kam diese ?ltere Frau n?her auf ihn zu und fragte ihn mit energischer Stimme: ?Wo ist Sie ... und was willst du ??
Er stammelte nur vor sich hin und wunderte sich gleicherma?en seiner Verwirrung dar?ber, dass all diese ?Menschen? mitten in seinem Badezimmer standen und dennoch nicht diese schwarz-wei?e Sch?nheit, kaum verdeckt hinter ihm sahen. Doch so schnell wie sie erschienen, verschwanden sie auch pl?tzlich als h?tte sie etwas aufgeschreckt oder verscheucht von dem er nichts mitbekommen konnte.
Doch selbst nach verschwinden seiner uneingeladenen G?ste war ihm bewusst was sie von ihm wollten. Er hatte sich in Dinge eingemischt die nicht nur seinem Geist ungekl?rt verbleiben mochten, sondern es schien ihm auch eindeutig zu sein das Er durch seine Taten etwas ausgel?st hatte, dass einen Kreis, ein Gleichgewicht durchbrach. Und all das Geschehen kam ihm nun so vor als sei so etwas nicht zum ersten mal vorgefallen.
Nach dem sein Herz seinen gewohnten Takt zur?ckerlangte, beugte er sich runter zu seinem einzig verbliebenen Gast und fragte sie mit leiser zitternder Stimme: ?Was kann ich tun? ... Was soll ich tun? ? ?Du musst mir mein Gold wiedergeben. ? Erwiderte sein Gast. ?Aber wie? Ich habe dein Gold doch nicht. ? Flehte er fast, sichtlich ger?hrt von Ihrem Zustand. Mit leise hauchender Stimme, am Rande Ihrer Kraft bat Sie ihn in den Wald zu gehen. Dort sei eine Lichtung auf der einst viele Steinbl?cke ihres Volkes standen. Einst waren Diese in einem leicht ovalem Kreis eng nebeneinander aufgestellt, doch im laufe der Zeit seien mehr und mehr davon verschwunden. Er m?sse sie nur finden und in der richtigen Reihenfolge aktiveren.
Da er zu wissen glaubte von welcher Lichtung Sie sprach machte er sich ohne Verz?gerung auf den Weg. Sicher, dass mit der Lichtung der kleine Park inmitten der B?ume gemeint sei, in dem er noch am Vortag neben den B?nken einige Steinpfeiler gesehen hatte, rannte er los. Es war nicht weit und so kam er z?gig und fast unersch?pft an seinem Ziel an.
Es schien als w?re die Zeit stehen geblieben, da das Sonnenlicht noch immer hell durch die Baumkronen schien. Im ersten Moment sah das Bild, das ihm der durch die umliegenden B?ume fast g?nzlich ?berdachte Park bot, romantisch aus. Doch als ihm der erste Pfeiler ins Auge stie? und er zum ersten mal an diesen Steinen die verschn?rkelten Schriftzeichen erkannte, fuhr ihm der gleiche Schauer ?ber den R?cken wie noch eben im Meer. Diese romantische Szenerie wirkte pl?tzlich auf ihn so beklemmend, einsch?chternd, als sei er von nun an beobachtet worden.
Mit festem willen seine neue Bekanntschaft zu retten suchte er die Umgebung mit den Augen nach weiteren Steinen ab. ?berrascht stellte er fest, das es nur vier St?ck waren. An seiner Geisteskraft zweifelnd war ihm klar das er am Vortag noch sechs oder acht gesehen hatte. Ganz sicher war er sich Nichtmehr.
Um einen Stein umherschleichend, gr?belte er dar?ber wie er Sie aktivieren sollte. Ungeduldig und sorgenerf?llt trat er gegen diesen, ihn scheinbar auslachenden Felsen, der daraufhin zu gl?hen begann. Perplex von dieser Einfachheit der Aktivierung machte er sich dran die anderen drei zu treten oder zu schlagen.
Als alle Vier in blau-rotem Glanz erstrahlten und eine Art Summen in der Luft lag, fiel er in mitten dieser Steine auf die Knie und w?nschte mit lautstarker Kehle seiner Sch?nen ihr Gold zur?ck.
Nach Aussprechen dieses Wunsches wusste er nicht ob es gewirkt hatte. Nichts schien sich ge?ndert zu haben. Ohne zu wissen ob er etwas vergessen hatte oder gar die Reihenfolge der Aktivierungen nicht richtig war, rannte er zur?ck zu seinem Haus. Im Bad angekommen erschreckte er sich furchtbar, als er Sie nicht in der Badewanne sah.
Doch h?rte er ein schreckliches Wehklagen und Gejammer. Von ihm aus nicht sichtbar kauerte Sein Gast zwischen Wand und Badewanne. Er ging zu Ihr, im Gedanken daran das er wohl etwas falsch gemacht haben muss.
Sie lag fast eingerollt bitterlich weinend, aber in Farbe und unbeschreiblichem Glanz da. Ihm fiel sofort auf, das ihr goldblondes langes Haar nun in fast schwarzem Braun in der Abendsonne schimmerte. Eine Flosse war nicht mehr zu sehen. Kaum erkennbar, aber deutlich genug, konnte man zwei wundersch?ne Beine sehen, die von einem leicht durchscheinendem Kleid ?berdeckt und von ihren Armen fest umschlossen waren. Trotz diesen Ver?nderungen erkannte er Sie gleich als die Person wieder mit der er im Wasser zusammenstie?.
Wohl den Grund Ihres Jammerns Ahnend fragte er Sie: ?Was hast du, warum weinst du? ? Sie dabei tr?stend in den Arm nehmend, fragte er noch mit ruhiger sanfter Stimme: ? Was ist denn passiert? ?
? Ich wei? es nicht, es h?tte klappen m?ssen! ? Erwiderte sie mit tr?nenden Augen.
? Ich habe dir dein Gold zur?ck gew?nscht, Habe ich etwas falsch gemacht? Soll ich es noch mal versuchen? ? Wollte er wissen. Trotz ihrer Tr?nen fing sie an zu L?cheln und erkl?rte ihm das dieses Ritual nicht dem erf?llen von W?nschen dient, sondern vielmehr eine Art Heiratsritual sei. Wenn das Gold eines Ihrer Familienmitglieder verschwindet oder gestohlen wird, verschwinden auch einige der Steinpfeiler ihrer Familie. Damit das gestohlene Gold wieder in den Besitz der Familie gelangt ist die einzige M?glichkeit die bleibt, den neuen Besitzer zu ehelichen. Das Ritual dient nur dem Zweck den Br?utigam auf Besitz des Goldes und Beweggr?nde zu ?berpr?fen.
Er w?re tats?chlich die ganze Zeit beobachtet worden.
?Aber ich habe dein Gold doch nicht. ? Fl?sterte er Ihr leise zu.
?berrascht wunderte Sie sich warum Ihre Familie dann einer Eheschlie?ung mit ihm zugestimmt haben. Sie war immer der Meinung alle Menschen seien bei Ihnen verhasst. Was mochte ihre Meinung ihm gegen?ber ge?ndert haben.
Beide sahen sich lange schweigend tief in die Augen.
Die Nacht legte sich wie eine Decke ?ber die beiden wehrend sie sich langsam in die Arme vielen. Den Blick bis zuletzt nicht voneinander lassend schliefen sie vor Ersch?pfung aber dennoch irgendwie gl?cklich mitten im Badezimmer ein.

Am darauffolgendem Tag stellte er Sie seinen Freunden vor: ? Darf ich vorstellen, Meine Frau! ?
?Wie hei?t sie denn? ? Fragte jemand. Er sah Sie leicht bedr?ckt aber dennoch gl?cklich an und sagte: ? Ich kenne deinen Namen gar nicht. ? ?Ich habe gar keinen Namen. ? Fl?sterte sie ihm traurig zu. ? Was h?ltst du von ?Tabea?? ? L?chelte er Ihr zu. Sie nickte nur mit leicht versch?mten l?cheln.
? Sie hei?t Tabea! ? Sprach er stolz mit Ihr im Arm zu seinen Freunden.
16.1.06 23:36
 


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