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Die Welt

Die Welt in die ich reisen m?chte,
Kenn ich gut, doch wei? ich nichts von ihr.
Getr?umt von ihr hab ich so viele N?chte,
Doch wenn ich wache bleib ich hier.

Such seit langem stets die Wege,
Die mich bringen in die Welt.
Laufe, springe, tanze, rege
Mich, da mich hier nichts mehr h?lt.

Je l?nger ich die Tage lebe,
So st?rker wird der Drang zu flieh`n.
?ngste, die im Herz ich hege,
Lassen mich stets weiter zieh`n.

Sollte ich hier bleiben ewig,
So kann ich niemals gl?cklich sein.
Mein Herz und sein war`n hier nie selig,
Der Fluch des Ungl?cks scheint hier mein.

Seit ich das Antlitz dieser Welt geseh`n,
Will ich nirgends anders weilen.
Mein Herz und all was hier gesche`n,
Zwingt mich los, ich muss mich eilen.

Sollte es mir nicht gelingen,
Wieder dort zur?ck zu finden.
Muss ich mich nun endlich zwingen
Und das letzte Mittel z?nden.

Der Weg der mir als letztes bleibt,
Ist der Schwerste, den zu gehen ich kenne.
Er braucht zwar die geringste Zeit,
Doch nur wenn mich vom leben trenne.

So sei es denn, es ist besiegelt,
Ich werde diese Qual beenden.
Ein Gef?hl mein Herz befl?gelt,
Sagt mir ich werd` Gift verwenden.

Nun werde ich mich selbst bel?gen
Und das Gift als Honig nehmen.
Lass mich von der Welt betr?gen
Und mich so zu Bette legen.

Ich sp?re schon wie`s durch die Adern rinnt,
Wie das Gift die Haut zerfrisst.
Wie die Welt sich langsam spinnt
Und sich alles selbst vergisst.

Meine Finger werden warm,
Meine Haut rei?t wie Papier.
Alles was dort war im Arm,
Treibt langsam aus, wie durch `ne T?r.

Muskeln, Adern, Knochen, Sehnen
Tanzen vor mir wie verspielte
Bl?tter die dem Wind begegnen
Und sich halten wie Geliebte.

All das was mein Auge sieht,
Beruhigt die Seele sanft und gut.
Alles was von nun geschieht,
Gibt mir Hoffnung und auch Mut.

Geschlossen sind die Augen nun.
Lasse tanzen, das was will.
Ich habe jetzt noch mehr zu tun
Und st?rze mich ins Herzgew?hl.

Je l?nger ich die Augen halte,
Je besser seh` ich meine Welt.
Mein Berg des Lebens zeigt `ne spalte,
Die ich selber reingequ?lt.

Hinter Ihr ein Licht der Lichter.
Altbekannte winken zu.
H?user kenn ich und Gesichter.
F?r immer bleibt mein Auge zu.

Jetzt endlich wo am Ziel ich stehe,
H?lt meine G?ttin mich im Arm.
F?r alles ew`ge ich nun sehe,
Meine Welt aus eignem Sam.

Nach all der Qual die ich erlitten,
Ist das Gl?ck mir endlich treu.
Nach all der Gnade ich gebitten,
Hab endlich ich ein Leben neu.
04.- 05.11.03
16.1.06 23:56
 


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